Strick mit – als Zeichen der Solidarität 2.0

Solidarität oder Stigmatisierung?

„Mit eurer Aktion stigmatisiert ihr Obdachlose“, ist ein häufiger Vorwurf, den wir anlässlich der Aktion „Hamburg etwas wärmer machen“ hören. Das liegt wahrscheinlich daran, dass viele sich absolut nicht vorstellen können, dass auch Max Mustermann oder Tanja Musterfrau (3 Zimmer, Küche, Bad) am 18. November durch St. Georg gehen, einen orangefarbenen Schal an einem Laternenpfahl sehen, die Aktion gut finden, ihn sich nehmen und ihn tragen: Als Zeichen der Solidarität mit Armut und Obdachlosigkeit.

 Armut ist nicht nur ein Thema der Armen

Aber genau das ist gewollt und gewünscht: Jeder und jede darf sich einen Schal nehmen. Und tragen. Der Unterschied zwischen Arm und Reich soll lediglich darin bestehen, dass, wer Geld hat, spendet. Und zwar an das Obdachlosenprojekt „Fratello“.

Es geht darum, ein Zeichen zu setzten: Sichtbar zu machen, dass Armut nicht nur ein Thema der Armen ist.

Wir freuen uns über alle, die stricken, alle, die einen Schal nehmen, alle die einen Schal tragen.

Und allen, die von der Aktion nicht überzeugt sind, aber gern einen andersfarbigen Schal für Obdachlose stricken wollen, sei das Projekt Wooligans ans Herz gelegt!